Verbesserung der Gewässerqualität durch Verringerung der Phosphoreinträge kommunaler Kläranlagen im Schwalm-Eder-Kreis

01.11.2010 - Die GRÜNEN-Kreistagsfraktion fordert eine Verringerung der Einleitungen von Phosphor in die Fließgewässer des Schwalm-Eder-Kreises. „Hohe Einträge von Phosphor in die Fließgewässer bewirken in den Flüssen infolge starker Düngung ein hohes Algenwachstum, in deren Folge es durch Sauerstoffmangel zu Schädigungen der Kleintiere und Fische kommen kann“, so Andreas Gründel von der Kreistagsfraktion. „Auch in die Wasserqualität der Nordsee ist durch die übermäßige Nährstoffbelastung betroffen“.

Aus der Antwort einer Anfrage der ressourcenpolitischen Sprecherin der GRÜNEN-Landtagesfraktion, Angela Dorn geht die Belastung der Fließgewässer durch die kommunalen Kläranlage hervor.

(http://www.hessischer-landtag.de/icc/Internet/nav/a66/a666034b-052a-7911-a7c5-ab64c48b23a9.htm

Danach weisen die Kläranalgen in Edermünde-Grifte, in Gudensberg-Maden und in Schwalmstadt-Treysa mit 1,3 mg/l Phosphor bzw. 1,2 mg/l Phosphor im Jahresmittel 2007/2008 sehr hohe Konzentrationen auf. Die Kläranlage der Stadt Borken zeigt, dass es auch möglich ist, ein deutlich geringeres Jahresmittel 2007/2008 in der Höhe von 0,5 mg/ Phosphor im Ablauf der Kläranlage zu erzielen.

Alle genannten Kläranlagen haben bereits eine Vorrichtung zur Verringerung des Phosphatgehaltes, die aber offensichtlich unterschiedlich gut betrieben werden. Durch geringe technische Verbesserungen und durch den Einsatz höherer Fällmittel ließen sich die Phosphorwerte im Ablauf der Kläranlagen deutlich verbessern. Die Kosten für eine effektive Fällung des Phosphors in der Kläranlage liegen gemäß den vorliegenden Gutachten der Landesregierung bei ca. einem € pro Einwohner und Jahr und spielen im Vergleich zu den anderen Kostenfaktoren, insbesondere der Kanalsanierung nur eine geringe Rolle.

Es bleibt unverständlich, warum die Landesregierung trotz des klaren gesetzlichen Auftrages, die Wasserqualität bis zum Jahr 2015 deutlich zu verbessern, den Kläranlagenbetreibern nicht die entsprechenden Auflagen hinsichtlich der Verringerung der Phosphoreinträge nicht erteilt. „Daher sollte die Reinigungsleistung der Kläranlagen im Schwalm-Eder-Kreis, die gemäß der Beantwortung der Kleinen Anfrage im Hessischen Landtag eine zu hohe Phosphorbelastung aufweisen, durch eine optimierte Verfahrenstechnik der Abwasserreinigung verbessert werden.“ so Andreas Gründel

Andreas Gründel

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URL:http://www.gruene-schwalm-eder.de/archiv/expand/322396/nc/1/dn/1/