20.03.2013

Grüne zum Equal Pay Day: CDU und FDP stellen falsche Weichen

Anlässlich des diesjährigen Equal Pay Days am 21. März, dem Aktionstag gegen Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern, fordern der Kreisverband Schwalm-Eder  der GRÜNEN die Aufwertung der als „frauentypisch“ geltenden Berufe.

Unser Ziel ist die eigenständige Existenzsicherung von Frauen in allen Lebensphasen. Dazu gehören gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit und Wertschätzung von Familien- und Berufsarbeit.

Schwerpunkt der Aktionen seien 2013 die Pflege- und Gesundheitsberufe, bei denen der Lohnunterschied besonders deutlich werde. Schon jetzt zeichne sich aufgrund des demografischen Wandels ein Personalmangel in der Pflege ab. „Der  Koalition aus CDU und FDP in Hessen und im Bund fehlen überzeugende Konzepte für die Zukunft der Pflege und zur Aufwertung dieser Berufe. Ziel moderner GRÜNER Politik ist, das Lohnniveau in den pflegenden Berufen deutlich zu steigern und diese zu gleichen Teilen für Frauen und Männer attraktiv zu gestalten, damit wir langfristig eine qualitativ hochwertige, gesundheitliche Versorgung für alle BürgerInnen sicherstellen können. Wir GRÜNE stehen für eine Aufwertung der Pflegeberufe durch die Gründung einer hessischen Pflegekammer, die Reform der Pflegeausbildung, gleiche und gerechte Löhne für Frauen und Männer sowie bessere Arbeitsbedingungen in den Pflegeberufen“, so Bettina Hoffmann (Vorstandssprecherin) . „Dazu braucht es einen politischen Wechsel im Bund und in Hessen! Dafür kämpfen wir landauf landab.“

Der geschlechtsspezifische Lohnunterschied beträgt in Deutschland immer noch 22 Prozent und liegt deutlich über dem der EU von 16 Prozent. Denn pflegende Berufe gelten in Deutschland aufgrund überholter Rollenbilder nach wie vor als „Frauenberufe“. Der Anteil der weiblichen Beschäftigten in Gesundheitsberufen liegt dementsprechend bei 80 Prozent. Untersuchungen zeigten, dass Berufe mit einem hohen Frauenanteil vergleichsweise niedrig bezahlt werden. Das spiegelt sich auch in der Lohnstruktur der Gesundheitsberufe wider. „Hier wird deutlich, dass die Bezahlung nicht nach dem gesellschaftlichen Wert, sondern immer noch nach überholten Rollenbildern erfolgt“, so Hoffmann

Der Gender Pay Gap, also der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen, lag 2012 in Deutschland bei 22 Prozent. Der Equal Pay Day, der seit 2008 vom Frauennetzwerk Business and Professional Women in Deutschland initiiert wird, thematisiert diese Lücke. Das Datum des Aktionstages markiert den Zeitraum, den Frauen über das Jahresende hinaus arbeiten müssen, um den Vorjahresverdienst ihrer männlichen Kollegen zu erreichen. 2013 ist das der 21. März – ganze 80 Tage länger!

Dr. Bettina Hoffmann

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URL:http://www.gruene-schwalm-eder.de/archiv/expand/453919/nc/1/dn/1/