01.12.2014

Flüchtlinge im Schwalm-Eder-Kreis – Situation und Ausblick

Silvia Scheffler- Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werkes Homberg

Die GRÜNEN-Kreistagsfraktion hat sich mit der Situation der Flüchtlinge im Landkreis befasst und hierzu Frau Silvia Scheffler von der Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werkes Homberg eingeladen. Derzeit sind es etwa 900 Personen, die von dem Erstaufnahmelager in Gießen in den Schwalm-Eder-Kreis zugewiesen wurden und in Gemeinschaftsunterkünften und in Wohnungen aufgeteilt sind. Derzeit kommen etwa 15 Personen pro Woche neu hinzu, die schnellstens zu versorgen und zu integrieren sind. Die Tendenz in naher Zukunft ist steigend.

Es ist eine gewaltige Aufgabe der Flüchtlinge, nach einer anstrengenden Flucht in einer neuen Heimat das Leben neu zu gestalten. Neben dem Bestreben, eine passable Wohnung zu bekommen, steht das Erlernen der deutschen Sprache und Aufnahme von Arbeit zu den wichtigsten Zielen, um sich neu zu orientieren und sich in der unbekannten Gesellschaft zu integrieren. Die Beratungsstelle des Diakonischen Werkes hilft den Menschen bei den Behördengängen, zur ärztlichen Versorgung oder knüpft Kontakte zum Kirchenvorstand, Ortsbeirat oder anderen gesellschaftlichen Gruppen.

Die Kommunen sind verstärkt aufgerufen, Wohnraum zur Verfügung zu stellen, die Lehrkräfte der Schulen und die Zivilgesellschaft haben ihrerseits eine hohe Integrationsarbeit zu leisten. Um das regionale Integrationsmanagement in unsrem Landkreis für die Menschen mit Migrationshintergrund deutlich zu verbessern, hat der Kreistag auf Antrag der GRÜNEN-Kreistagsfraktion einen entsprechenden Beschluss gefasst, ein Konzept zu erarbeiten, das die Unterstützung der Förderrichtlinie des Landesprogramm „WIR – Wegweisende Integrationsansätze Realisieren“ vorsieht. Ziel ist die Etablierung einer Willkommens- und Anerkennungskultur, der Ausbau von Deutschkenntnissen, Förderung von Integrationsprojekten und der Ausbau des bürgerschaftlichen Engagements. Für die Umsetzung dieser Ziele ist die Schaffung einer Stelle für eine/n hauptamtlichen Integrationsbeauftragte/n vorgesehen. Der Ausschuss für Soziales und Gesundheit hat dieses Konzept beraten und verabschiedet. Dies ist eine gute Perspektive im Landkreis für die Menschen mit Migrationshintergrund. Den Flüchtlingen kommt dies ebenfalls zu Gute.

V.i.S.P. Andreas Gründel



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URL:http://www.gruene-schwalm-eder.de/archiv/expand/547592/nc/1/dn/1/