Bürgerbeteiligung zur „380 kV-Höchstspannungsverbindung Wahle-Mecklar“ nutzen

15.08.2010 - Die Notwendigkeit des Ausbaus des bestehenden Stromleitungsnetzes ist unbestritten, denn die Abkehr von fossilen Energieträgern nebst Kernenergie und der Aufbau von erneuerbaren Energien erfordert ein funktionstüchtiges Stromnetz, das auch den Strom aus den Offshore-Windparks der Küste in das Landesinnere verteilen kann. Doch ist es nicht unerheblich, welche Trassenführung und welche Art der Leitungsführung für die Zielerreichung gewählt werden.

Derzeit ist die Anhörung des Regionalen regionalen Raumordnungsverfahrens im Gange, in deren Rahmen die Bürgerinnen und Bürger ihre Stellungnahme bis zum 31.08.2010 beim Regierungspräsidium Kassel vorbringen können. Diese Beteiligung an dem Planvorhaben, die ursprünglich gar nicht vorgesehen war (kein Planfeststellungsverfahren), sollten die betroffenen Einwohner der betroffenen Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis unbedingt nutzen, um ihre Bedenken gegen die Freilandleitung zu nutzen und stattdessen die erdgebundene Leitungsform zur Ausführung zu bringen. Die davon betroffenen Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis sind Guxhagen, Körle, Melsungen und Morschen. Die Gefahren, die von der beantragten Freilandleitung ausgehen, sind vielfältig. Nicht nur, dass diese mit ihren gewaltigen Masthöhen bis zu 60 m und Mastbreiten bis zu 40 m das Landschaftsbild und die Ortsansichten erheblich stören. Es ist davon auszugehen, dass die von den Höchstspanungsleitungen erzeugten magnetische Felder, die auch Elektrosmog genannt werden, vor allem Gesundheitsrisiken bergen, denen die Menschen ausgesetzt sein können. Die Lebensqualität in den betroffenen Kommunen wird deutlich gemildert werden, darüber hinaus sind die Eingriffe in Natur und Landschaft ganz erheblich. Dies wurde bei den vielen Informationsveranstaltungen deutlich, die derzeit in den betroffenen Kommunen stattfinden. Eine entsprechende Veranstaltung in Morschen-Konnefeld war am 09.08.201 sehr gut besucht, da das Interesse an dem Vorhaben überaus hoch ist.

"Nun gilt es, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger das zu bewegen, ihre berechtigten Einwände fristgerecht – das heißt bis zum 31.08.2010 - beim Regierungspräsidium zu formulieren“ sagt Andreas Gründel aus Morschen, denn „die Entscheidung des Netzbetreibers, die Stromleitung doch noch unter die Erde zu verlegen, ist nach wie vor offen und wird im Planfeststellungsverfahren entschieden“. Daher ist es nun bedeutsam, dass die betroffene Bevölkerung sich nun massiv in das Vorhaben einmischt.

Die GRÜNEN verweisen auf die Homepage die Bürgerinitiative unter www.keine-380kv-freileitung-schwalm-eder.de . Hier sind nähere Informationen und Anregungen für die Beteiligung im Planungsverfahren zu finden. Die Planungsunterlagen sind zu finden unter www.rov-wahle-mecklar-online.de

Dr. Bettina Hoffmann

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URL:http://www.gruene-schwalm-eder.de/presse/expand/313841/nc/1/dn/1/