02.04.2013

Schluss mit der Massentierhaltung – keine Erweiterung des Schlachtbetriebs in Gudensberg

Bürgerprotest in Niedenstein-Metze (Foto: Jörg Warlich)

Eine Änderung des Baurechts muss Gemeinden endlich Mitsprache beim Bau von Mastställen sichern und damit den Bauboom von Tierfabriken stoppen, so der GRÜNEN-Kreistagsabgeordnete Jörg Warlich. Eine Welle von Anträgen für neue Großmastanlagen schwappt über das Land. Bundesweit sind 900 Mastställe für 36 Millionen Masthühner sowie viele weitere Großanlagen für Mastputen und Legehennen geplant, beantragt und bereits im Bau.

Im Februar 2012 stellte die Kreistagsfraktion der GRÜNEN einen Antrag, um eine Gesetzesänderung einzufordern. Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt erfolgte keine Beratung im zuständigen Ausschuss. Eine vorgesehene Beratung wurde durch die Mehrheitsfraktionen zurückgezogen, weil sich SPD und FWG auf eine einheitliche Vorgehensweise nicht einigen konnten.

Als Schlag in das Gesicht bezeichnet der Kreistagsabgeordnete der GRÜNEN, Jörg Warlich, die jüngste Entscheidung der Gudensberger Stadtverordnetenversammlung, wonach die Voraussetzungen für die Erweiterung des dort ansässigen Schlachtbetriebs geschaffen wurde (HNA v. 23.3.13, FZ/HR). Durch eine Erweiterung des Schlachtbetriebs in Gudensberg könnte die tägliche Schlachtkapazität von 90.000 auf 180.000 Tiere erhöht werden (siehe HNA v. 13.8.11). „Die jüngste Entscheidung der Gudensberger Stadtverordneten ist ein schlechter Tag für alle, die sich gegen die Expansion von Agrarfabriken in unserer Region einsetzen, so Jörg Warlich. Lediglich die GRÜNEN in der Gudensberger Stadtverordnetenversammlung stimmten gegen die Änderung des Flächennutzungsplans.

Jörg Warlich: Wenn wir nicht auf kommunaler Ebene handeln, dann droht der ländliche Raum zum landwirtschaftlichen Gewerbegebiet – auch im Schwalm-Eder-Kreis – zu verkommen

Jörg Warlich: Die SPD im Kreistag muss jetzt Farbe bekennen. GRÜNEN-Kreistagsabgeordneter Jörg Warlich weiter: Mit unserem Antrag aus 2012 wollen wir den Druck aus Nordhessen verstärken. Wir haben es satt! Schluss mit der Massentierhaltung Die kürzlich stattgefundene Informationsveranstaltung der GRÜNEN Bundestagsfraktion in Wabern bestätigte erneut, dass Handlungsbedarf ist und der Protest im Schwalm-Eder-Kreis mit jeder Tierfabrik zunehmen wird.

Andreas Gründel

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URL:http://www.gruene-schwalm-eder.de/presse/expand/455419/nc/1/dn/1/